Mit einer Fläche von 527 ha bietet die Rheinaue Walsum als
Naturschutzgebiet zahlreichen bedrohten Tier- und Pflanzenarten
Zuflucht und einen Lebensraum. Das Naturschutzgebiet Rheinaue ist
zudem die Heimat der Rheinfels Quelle: Vor
Jahrtausenden entstand im Naturschutzgebiet Rheinaue, in 300 Metern Tiefe, ein
qualitativ hochwertiges Quellvorkommen fossilen Ursprungs, das durch eine 150m
dicke Tonschicht vor jeglichen Umwelteinflüssen geschützt ist. In den 80er
Jahren wurde dieses Quellvorkommen erschlossen. Seine ursprüngliche Reinheit und
die ausgewogene Mineralisation verdankt das natürliche Mineralwasser Rheinfels
Quelle der Natur selbst. Verdankt es dem langen Weg durch dicke Schichten von
Gestein.
In der Rheinaue befinden sich neben verschiedenen Stillgewässern, z. T. mit
Schwimmblatt-Vegetation und Röhrrichtzonen, feuchte Grünlandbereiche, die durch
verschiedene Gehölzstrukturen in Form von Hecken, (Kopf-) Baumreihen,
Einzelbäumen, Feldgehölzen, Obstweiden und Silberweiden Auenwald reich gegliedert
sind. Vor allem die dornigen Hecken und die typisch niederrheinischen Kopfbäume
bestimmen die Auenlandschaft.
Bisher wurden 187 verschiedene Vogelarten als Brutvögel (u.a. Löffel-, Knäk- u.
Krickente, Wachtelkönig, Rohrweihe, Tüpfelsumpfhuhn u. Rotschenkel), Durchzügler
und Wintergäste beobachtet. Wie die bis zu 15.000 arktischen Bläss- und
Saatgänse, die im Winter das Rheinvorland als Rast- und Äsungsplatz nutzen.
Neben der Beobachtung von Pflanzen- und Tierwelt bietet die Rheinaue mit ihren
Wegen ein ideales Naherholungsgebiet für ausgedehnte Spaziergänge. In
Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) führen die
RheinfelsQuellen H. Hövelmann seit Jahren schon wesentliche
Umweltschutzmaßnahmen in der Rheinaue Walsum durch.
So haben die RheinfelsQuellen beispielsweise folgende Projekte gefördert und
finanziell unterstützt: Aufbau der Storchennisthilfen, Einrichtung von
Beobachtungshütten, Aufstellung von Informationstafeln, Pflanzung von
Schilf, Einrichtung der Nisthilfen für Trauerseeschwalben. Und es werden
laufend weitere, umfangreiche Maßnahmen in der Rheinaue geplant und realisiert,
die dazu beitragen, Umwelt und Artenschutz mit dem gleichzeitig vorhandenen
Bedürfnis nach Naherholung in Einklang zu bringen.
Darüber hinaus ist ein Lehrpfad im Naturschutzgebiet Rheinaue geplant, der
den Interessierten, die Zusammenhänge des Ökosystems Rheinaue Walsum erklärt.
Und sie für das Thema Wasser und Naturschutz sensibilisiert.
Außerdem werden auf Anfrage auch Führungen vom BUND durch die Rheinaue angeboten.
Nähere Informationen erhalten Sie bei Herrn Johannes Meßer unter Tel.: 0203/599232 oder
E-Mail: jmesser@t-online.de